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SO WIE DAS ENFANT TERRIBLE
GAULTIER
Provozieren durch Forschheit. Verfeinern durch Kühnheit. Bei Jean Paul Gaultier wird jeder Flakon, jede Kreation zu einem Statement.
Seine Shows schockieren, seine Düfte verführen, sein Engagement rüttelt auf. Toleranz, Inklusion, Freiheit: Diese Werte sind keine Trends, sie sind sein Antrieb. Vom spitzgeformten Korsett bis zum die Sinne aufwühlenden Parfum kreiert er Werke, die aufklären, befreien und in Frage stellen. Eine Einladung, den Nächsten zu küssen, das Individuum zu feiern und die Unterschiedlichkeit zu betonen.
Gaultier, das ist ein gleichzeitig olfaktorisches und textiles Manifest. Bist Du bereit, Dich in dieses Universum zu stürzen, wo die Protesthaltung mit der Provokation einher geht?

DIVERSITÄT ALS KREATIVER MOTOR
Jean Paul Gaultier, ein Aufrührer der Konventionen, macht aus der Unterschiedlichkeit seine schönste Fashion Show. Für ihn sind Codes dazu da, gebrochen, umgedeutet, neu erfunden zu werden. Geschlechter, Kulturen, Körper, Materialien: Alles mischt sich und feiert sich. Nichts setzt dem Grenzen. Hier sind alle eingeladen: Straßenmädchen, Nachtschwärmer, Jungs aus Brennpunkten, Schlägertypen und andere verwegene Gestalten, die sich trauen, Normen zu verletzen.
In der Haute Couture wie in der Parfumkunst stiftet Gaultier Verwirrung: Der Mann riecht nach Frau, die Frau riecht nach Mann ... und jeder atmet ganz frei in seiner Identität. Schon lange bevor von Inklusion die Rede war, feierte er untypische Schönheiten und pluralistische Identitäten. Die Unterschiedlichkeit ist keine Mode, sie ist eine Stärke.
Du willst mehr darüber erfahren? Dann findest Du hier alles detailliert aufgeführt.
Bei Jean Paul Gaultier heißt kreieren, auch protestieren.

KREATION UND PROTEST: DIE SCHÖNHEIT DES ENGAGEMENTS
Gegen Codes verstoßen, die Unterschiedlichkeit feiern, Tabus brechen: Das ist sein Manifest. Mode und Parfum werden seine Waffen, um Toleranz, Vielfalt und Freiheit zu verteidigen. Gegen die Stigmatisierung von Aids engagiert sich Gaultier an der Seite von Sidaction*, indem er für die Sensibilisierung seine Stimme erhebt und seinen Mut einsetzt. So sagt er es selbst einmal schalkhaft: — „Das einzige, was ich bereue? Nicht das Präservativ erschaffen zu haben, das schönste aller Kleidungsstücke. Amüsiert euch, doch schützt euch.“
Als Vorreiter der queeren Bewegung feiert er LGBTQIA+ Identitäten lange, bevor das zum Trend wurde. Starke Frauen, Männer als Objekt, Körper ohne Geschlecht: Er sprengt die Klischees. 2005 wagt er die Kollektion „Homo-Ehe“ mit gemischtrassigen und homosexuellen Paaren. Jedes Jahr kleiden sich seine Classique und Le Male Flakons in die Farben von Pride. Über alle Grenzen hinweg würdigt Gaultier die Kulturen der Welt. Vom Día de los Muertos bis zum Karneval in Rio verfeinert er die Traditionen und pusht lokale junge Talente. Jean Paul Gaultier folgt niemals Trends. Er setzt sie. Seine schönste Kreation? Eine freie Welt.
*Sidaction ist ein 1994 gegründeter französischer Verein, der gegen HIV/Aids kämpft und die Forschung sowie Hilfe für Erkrankte finanziert. Jedes Jahr organisiert er eine große Spendenaktion.

GAULTIER, DAS HERZ IN BEWEGUNG
Jean Paul Gaultier präsentiert "Bangay", eine 16mm-Dokumentation voller Stolz, Kampf und queerer Schönheit. Im Herzen Brasiliens wird eine Sambaschule zum Zufluchtsort und zur Bühne des Ausdrucks. Zwischen heißen Rhythmen und zarten Gesten entscheidet sich eine Gemeinschaft dafür, zu leben, zu glänzen und zu widerstehen – ohne sich zu entschuldigen. Gewählte
Familie, Körper in Bewegung, abweichende Schönheit: Hier wird Raum nicht erbeten, sondern genommen. Gaultier feiert diese Stimmen in ihrer Wahrheit – ungefiltert und ungeschönt. Denn zu verstärken, ohne zu verraten, ist auch ein Akt der Liebe.
Getreu seinem Erbe bietet das Haus Gaultier "Bangay" Raum und Sichtbarkeit und verwandelt Anderssein in kreative Kraft.

KÜNSTLERISCHE GESAMTSCHAU:
KUNST OHNE GRENZEN.
BEI JEAN PAUL GAULTIER IST ALLES KUNST. MODE, PARFUM, FILM, THEATER ... NICHTS ENTKOMMT SEINER ÜBERBORDENDEN KREATIVITÄT. ER KONSTRUIERT UNIVERSEN, IN DENEN SICH DIE DISZIPLINEN MITEINANDER VERFLECHTEN.

PARFUM ALS KUNSTWERK
Das weibliche Korsett für Classique und Gaultier Divine, der Männertorso für die Le Male Parfums, ein teuflischer Duft für die Scandal Serie .... man braucht sich nur den Flakon anzuschauen und begreift, dass Scandal hemmungslos ist: Die in die Luft gestreckten nackten Beinen laden regelrecht dazu ein, eine Nummer zu schieben! Das Markenzeichen von Gaultier: Flakons als Skulpturen, die seine ikonischen Kreationen weiterführen.

ZEITGENÖSSISCHE KUNST ALS AUSDRUCKSFELD
Seine weltweite Ausstellung The Fashion World of Jean Paul Gaultier lässt Mode und zeitgenössische Kunst in einer immersiven Inszenierung verschmelzen. Film, Theater, Zirkus, Tanz, Musik-Shows: Gaultier wagt alles. Sein nonkonformistischer und experimenteller Ansatz in der Kunst bleibt immer zugänglich. Leidenschaftlich arbeitet er mit der ECAL und der Art Basel zusammen, was seine enge Bindung zur zeitgenössischen Kunst untermauert.
Mode, Parfum, Kunst: die gleiche Sprache, dieselbe Rebellion.
DAS KINO ALS BÜHNE. THEATER UND MUSIK ALS GESAMTKUNSTWERK.
Er kleidet die Körper ein und setzt seine Duftmarken in den Szenen. Kika von Almodóvar und Das fünfte Element von Besson sind nur zwei der Filme, in denen die Kostüme zu handelnden Figuren werden. Schon von Kindheit an ist Gaultier von Federn, Pailletten und dem Glamour der Revuen fasziniert. Seine Liebe für Kostüme und Regie ist geboren, bevor sie sich auf den größten Bühnen ausleben kann: von Tourneen mit Mylène Farmer bis zu seiner Fashion Freak Show, die zunächst in den Folies Bergère läuft und dann durch die Welt tourt. In seiner Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlern (Madonna, Beth Ditto, Dita Von Teese, Dua Lipa, Lil Nas X …) feiert er den Mut und die Eigenartigkeit. 1990 befördert Madonna bei der Blond Ambition Tour sein ikonisches Korsett mit den konischen Brüsten ins Rampenlicht, was Gaultier als einen der einflussreichsten Modeschöpfer seiner Epoche bestätigt.

WAGEMUT KENNT KEIN ENDE. UND JEAN PAUL GAULTIER VERKÖRPERT IHN WIE KEIN ZWEITER.

JEAN PAUL GAULTIER: EIN LEBENDES ERBE
Jean Paul Gaultier hat niemals nur Kleidungsstücke oder nur Düfte kreiert. Er öffnet Türen, durchbricht Mauern und hält der Welt den Spiegel vor. Frei, provozierend, engagiert verleiht er den Unsichtbaren eine Stimme und feiert pluralistische Identitäten, lange bevor das zum Trend wurde.
Sein Erbe? Ein Schrei der Freiheit, eine Aufforderung, sich zu trauen, man selbst zu sein. Heute inspiriert er eine ganze Generation von Kreativen und Aktivisten, die Grenzen weiter zu verschieben und keine Zugeständnisse bei der Kreation zu machen.



